Dunkelheit im Norden

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    • Dunkelheit im Norden

      Der Anfang:


      Langsam schieben sich die Wolken vor den Mond, was die Nacht im Norden noch finsterer macht, der Wind peitscht die Tannen, lässt hier und dort im dunklen Wald Äste knacken. Irgendwo in weiter Ferne heulen Wölfe und der Regen plätschert wie so oft vor sich hin. Zwischen den Bäumen in mitten der Dunkelheit glimmt ein fahler schein, Fackeln lassen die Schatten der bedrohlichen, heidnisch anmutenden Totems tänzeln.

      Freg, die junge Schamanin kauert in mitten der Totems, die Arme um die Beine geschlungen hockt sie da, wärend der Regen über ihren nackten Leib rinnt. Starr blickt sie in die Finsternis, ihr Kinn auf die Knie gelegt. "Warum?" flüstert sie leise "warum helft ihr uns nich?" Flüstert das Mädel in die Nacht. Ihr Atem zittern marginal und Tränen beginnen sich mit dem Regen zu vereinen......
    • Das Holz im Ofen Knisterte und die kleiner werdende Flamme, die bald der Glut das Feld überlassen würde war neben zwei Kerzen die einzige Lichtquelle in der kleinen Schlafstube.
      Freg versuchte zu schlafen, die letzten Tage klappte es schon nicht, da die Erinnerungen an ihre Vision sie wach hielten. Draußen klapperte etwas, immer wieder, "scheiß Stalltür!" fluchte Freg leise in ihr Kissen, wälzte sich auf den Bauch und packte sich das Kissen genervt auf den Hinterkopf um sich die Ohren zu, zu, halten. Plötzlich war da nicht's mehr, sie hörte eindeutig noch den Wind, jedoch kein Geklappere mehr. Anfangs viel es ihr nicht sonderlich auf, dann überlegte sie jedoch, seit wann das Klappern aufgehört hat zu existieren.... "gmmoooch " schnaubte das Mädel, kroch aus dem Bett, schnappte sich die Fackel an der Wand, entzündete sie an der Glut und tibbelte auf nackten Sohlen in die Nacht. Der Vollmond tauchte zwischen den Wolken auf, zauberte sein blaues Licht auf die Landschaft und gab so einen Schatten preis, "Hoi!" flüsterte die Schamanin leise als sie sah das jemand der Grund war warum es nicht mehr klapperte. Sie wich zurück ins innere der Hütte, griff n
      ach dem Schaft ihres Schwertes und schlich wieder in die Nacht. Die Person hatte sich nicht bewegt. Sie stand am Stall, Freg vermochte nicht mal zu sagen, ob sie den Rücken zugewandt dort stand oder sie ansah.
      Es fauchte als die Schamanin ihre Fakel schleuderte und diese neben dem.... dem.... tote Augen blickten sie an, durchbohrten sie fast schon, ein Stöhnen setzte ein und er setzte sich in Bewegung, Freg weicht zurück, stolpert. Der Tote stolpert über ihre Füße, wobei sich ihr Schwert durch seine Brust bohrt. Tiefer und tiefer rutscht der kalte Leib die Klinge herunter, fletschende Zähne Klacken immer wieder auf einander, toter, fauliger Geruch umgibt das modernde Fleisch. Plötzlich ruckt es. Einer von Fregs Wölfen hatte sich losgerissen und zurrt nun die Leiche von der sich windenden Schamanin. Schnell versucht sie ihr Schwert aus dem Leib zu ziehen und wieder auf die Beine zu kommen. Der Tote zischt, verbeißt sich im Wolf. Stehend holt Freg aus, schlägt wie von Sinnen immer wieder auf den Toten ein, Gewebe, modriges Blut und fauliger Schleim klatscht mit jedem Schlag nach oben.......

      es dämmerte, langsam schob sich die Sonne über die Berge, Vögel begannen zu zwitschern und Elche brumpften in den Wäldern. Freg saß auf dem Boden vor einem Scheiterhaufen. Friedlich wirkte das Bild, ihr Haar zerzaust, das getrocknete Blut im Gesicht und Körper, den Kopf des sterbenden Wolfes Mumin auf dem Schoß gebettet. Eine Träne suchte sich einen Weg über ihre schmutzige Wange, hinterließ dabei eine helle Rinne. Sie küsste den Freund noch ein letztes mal, dann glitt die scharfe Klinge ihres Dolches durch sein Fleisch. "Scht... warte auf mich" flüsterte sie ihm hierbei zu....

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    • Wütend über sich selbst schleicht Freg durch den Wald, die Sinne geschärft, könnte doch jedes Knacken im Unterholz Schwierigkeiten bedeuten..... "blöde Idee noch los zu gehen" flüstert sie sich zu... "wäre ich bloß die Nacht über in der Taverne geblieben".
      Besonnen setzt die Schamanin einen Fuß vor den nächsten, mit der Fackel in der linken leuchtet sie sich den Weg, mit dem Speer in der rechten Hand schiebt sie Gestrüpp zur Seite oder nutzt ihn als Wanderstab.
      Nach dem sie einen weiteren, buschigen Tannenast zur Seite drückt, gibt der Wald den Blick auf das imposante Gebirge im Norden frei... "Bei Kromm's Arsch!" Stößt sie hervor und verharrt... ihr Blick richtet sich starr auf den Kamm. "Ihr armen Schweine" flüstert sie und kommentiert so das Inferno in weiter Ferne. Lichterloh muss es in den Bergen brennen, rot flackert das Massiv und schnell wird ihr klar, das es sich um ein ihr bekanntes Gehöft handeln muss. Sie senkt den Blick, die Spitze ihres Speeres sinkt zu Boden, was den Ast Schwung verleiht und..... "Aua! Scheiße!"
      Sich die Rübe haltend wandert Freg weiter, weit ist es nicht mehr und morgen wird sie aufbrechen um zu sehen ob sie helfen kann.